Will denn Keiner in Unna bleiben? 😉

Mitnichten! Bei so vielen Berichten über Erinnerungen von Ehemaligen könnte Eindruck entstehen, dass der Schachverein nur Ehemalige hat…

Dem ist aber nicht so! Und um das zu verstärken, hat Frank Grube ebenfalls eine kleine Zusammenfassung seiner ersten Erfahrungen mit dem Vereinsleben in Unna aufgeschrieben. Hier nun sein Bericht:

 

Hallo, hier ein paar Erinnerungen von früher.

Seit nun 41 Jahren bin ich ohne Unterbrechung Mitglied beim SV Unna.
Wie war (ist ) mein Weg im SV Unna ?
Eines Tages fand ich bei meinen Eltern (es war 1983) eine Spielesammlung
mit spannend aussehenden Figuren. Also las ich die Gebrauchsanweisung und lernte so, wie die Figuren zogen.
Damals war ich am Geschwister-Scholl-Gymnasium und zufällig gab es kurz nachdem ich wusste, wie sich diese Figuren bewegten eine Schach Projektwoche von Herrn Müller. Mit Abstand war ich der schwächste „Spieler“. Es nahm damals ein Teil der Elite der Unnaer Schachjugend mit Peter Roth, Torsten Lutz, Ulrich Hesse und anderen teil, was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste.
Während der Projektwoche wurde ich von ihnen gefragt, ob ich nicht mal in den Verein kommen wollte. Also ging ich dann (damals ehemalige Katharinenschule am Ring) hin und ging natürlich in den Raum zu denen, die ich kannte. Schnell kam Gü zu mir und sagte: „Komm mal in den anderen Raum, die sind zu gut hier“. Da erfuhr ich auch, dass Bauern-, Turm- und Königsdiplome gab. Die wollte ich haben. Leide durfte ich das Bauerndiplom nie machen, da Gü meinte, dafür bin ich schon zu gut. Mein erstes Turnier war dann Schülerstadtmeisterschaft. Da wehte schon ein anderer Wind. : „Ach, gegen Frank, das ist ja Freilos“. Davon angespornt trainierte ich sehr viel im Verein und zu Hause. Damals waren in der Jugend, Frank Kleinegger, Frank Kisch (später als die 3 fast unschlagbaren drei Franks bekannt), Jens Tronicke, Volker Vollrath, Robin Quast, Jörg Trempler, Mathias Fische, Andrea Kümper, Carmen Wietczorek und noch einige andere deren Namen ich gerade nicht mehr parat habe. Die Jugendlichen waren mit der Mannschaft gerade Deutsche Vizemeister geworden. Ich war dann schon stolz, in der dritten Jugendmannschaft und in Unna 8 spielen zu dürfen.
In den Jahren darauf wurde ich mehrfach Vizemeister der Jugend. In meiner letzten Meisterschaft spielte ich im entschiedenen Spiel gegen Christian Weidemann und stand auf Gewinn. Dann sah ich einen Zug, der vermeintlich sofort die Partie beendete. Sa4-d5. Zack und Sieg. Ähhhh, nicht ganz.
Christian meinte, dass das wohl etwas weit wäre. Somit musste ich den Springer woanders hin ziehen, gewann nicht und wurde wieder Zweiter. Am Rande: etwa 15 Jahre später ging der Zug Sd5 mit einem Opfer und ich wurde Vizemeister von Münster. Platz war also ständig meiner
In den kommenden Jahren wurde ich fester Bestandteil der Jugend- NRW-Mannschaft. Wir fuhren mit Gü und später Rumpel fast an jedem Wochenende auf irgendwelche Turniere und danach gab es bei Brigitte und Gü zuhause Analysen und die berühmten Eischnittchen. Unna war damals deutschlandweit gefürchtet. Wir waren auch öfter in Mirlo oder Hamburg zu Jugendmannschaftsturnieren. Manchmal, wenn wir gefragt wurden wer wir sind und „Unna“ sagten, kam bei Gegner schon direkt ein wenig Panik. Einmal durfte ich auch gegen den späteren GM Karsten Müller spielen. Die Partie verlor ich aber durch ein ersticktes Matt. Ich erinnere mich an ein Jahr, an dem ich nicht mit nach Mirlo konnte und doch sehr enttäuscht war. Plötzlich klingelte an dem Turniertag etwa 5 Uhr morgens das Telefon und Rumpel war dran. „Es ist jemand ausgefallen, wir holen dich in einer Stunde ab“. So schnell war ich selten wach und das heißt was. Wer mich kennt, weiß, ich hasse es früh aufzustehen. Somit war ich mit an Board.
Später kam Kirsten Solberg dazu und wir wurden ein Schachpaar. Irgendwann zog sich Gü aus der aktiven Jugendarbeit zurück und Rumpel übernahm. Etwa zu der Zeit wurde von Gü das Unna Open geboren. Das Besondere bei dem Turnier war und ist, dass es keine Sonderkonditionen für Titelträger gab und gibt und das jede(r), am Ende einen kleinen Preis erhält. Das war bisher einmalig. Damals wurde jede Runde per Hand mit Karten ausgelost. PC Programme gab es dafür noch nicht. Später übernahm ich die Jugendarbeit von Rumpel und war fast 20 Jahre Jugendwart in Unna. Nach einigen Jahren, höre Gü mit dem Unna Open auf und es gab dieses Turnier nicht mehr. Immer wieder wurden Kirsten und ich auf Turnieren angesprochen, ob es das Turnier nicht wieder geben könnte. An einem Kneipenabend trafen sich dann Kirsten, Frank Kirsch, Volker Watzlawek und ich und beschlossen nach ein paar Kaltgetränken, dass Turnier wieder auferstehen zu lassen. Wir waren nicht sicher, ob es funktionieren würde, aber das hat es. Das schlug so ein, dass wir in den nächsten Jahren eine Teilnehmerbegrenzung mit Warteliste einführen mussten. Während ich das hier schreibe, falle mir noch 1000 andere Sachen ein. (Turnier in Spanien, Spielenächte,…..), die aber dann doch den Rahmen hier sprengen.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Frank Heinicke
    28. Juni 2024 6:09

    Tolle Story ! Ist ja mal interessant den Werdegang von unseren Veteranen zu erfahren 👍

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