Am gestrigen Sonntag empfing der SV Unna den SV Bochum 4 in der ersten Runde zum Aufstiegsstichkampf für die Verbandsliga. Die Ausgangssituation war so, dass aus den drei Verbandsklassen die jeweiligen Tabellenführer direkt aufgestiegen sind und noch zusätzlich ein vierter Aufstiegsplatz an einen der drei Tabellenzweiten der verbandsklasse zu vergeben ist. Dieser Aufstiegsplatz wird im Ko-System ermittelt. In der ersten Runde hatte HErvest- Dorsten das Glück, ein Freilos erhalten zu haben, während Unna gegen den leicht favorisierten Schachverein Bochum 4 anzutreten hatte. Mit Kirsten Solberg-Morgner aus der zweiten Mannschaft verstärkt trat Unna gegen Bochum an.
Ruhiger Auftakt
Nach einer Stunde sah es noch sehr ausgeglichen in den einzelnen Partien aus und eine klare Tendenz war noch nicht auszumachen. Lediglich Elias Le hatte mit einem durch ein Gambit erworbenen Bauer einen kleinen Vorteil erreicht. Letztendlich mussten sich Sascha Krämer und Dominik Humpert mit einer Niederlage abfinden, während Kirsten und Elias siegten. Als dann noch Jürgen Flotow und Thomas Rumpf ihre Partien Remis gaben, war klar, dass trotz eines Zwischenstands von 3:3 die Bochumer einen leichten Vorteil hatten.
Die Rechnerei beginnt…
Die Turnierordnung besagt nämlich, dass bei einem 4:4 – Stand die Berliner Wertung anzuwenden sei. Diese besagt, dass es bei einem Gleichstand am ersten Brett acht Punkte zu vergeben gibt, und für jedes nachfolgende Brett einen Punkt weniger. Das bedeutet, dass ein Sieg am ersten Brett mit acht Punkten honoriert wird und am achten Brett lediglich ein Punkt zu vergeben ist. Beim Zwischenstand von 3:3 hatte Bochum jedoch am ersten und sechsten Brett gewonnen (also 8+3=11 Punkte) und Unna am siebten und achten Brett (also 2+1=3 Punkte). Das dritte und fünfte Brett hatten Remis gespielt (5:5 Punkte). Insgesamt also 16:8 nach Berliner Wertung für die Bochumer. Würden also Frank Kleinegger am zweiten Brett und Aleksandr Barskij am vierten Brett jeweils Remis spielen, wäre Bochum damit weiter. Also blieb den Beiden nichts anderes übrig als zu gewinnen, in der Hoffnung, dass der jeweils Andere mindestens Remis spielt.
Frank und Aleksandr sichern die Aufstiegschancen
Frank und Alkesandr nutzten ihre Chancen. Während es sich bei Frank schon etwas deutlicher abzuzeichnen schien, dass er gewinnen könnte, war der Vorteil bei Aleksandr schon schwieriger zu sehen. Aber Beide kämpften weiter und konnten dann kurz hintereinander jeweils siegen, so dass der Stichkampf 5:3 für Unna ausging.
Weiterer Stichkampf gegen Hervest-Dorsten noch notwendig?
das Gerücht macht die Runde, dass der Schachverein Kamen wohl seine erste Mannschaft aus der Verbandsliga zurückziehen könnte. Durch zwei Todesfälle in der ersten Mannschaft und weitere Abmeldungen hat die Spielstärke erheblich eingebüßt, so dass dieser Schritt Sinn machen würde. Wenn dem so ist, könnte es passieren,. dass ein weiterer Verein aufsteigen dürfte. und somit ein weiterer Stichkampf entfallen kann. Warten wir ab, was passiert…







1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort
Wie ich höre, ist der Aufstieg nun perfekt. Herzlichen Glückwunsch!