Am gestrigen Sonntag hatte die erste Mannschaft ihr erstes Spiel in der Verbandsklasse gegen die dritte Mannschaft von Essen Werden. Beide Teams waren neu aufgestiegen und so war es die erste Erfahrung für beide Mannschaften in der höheren Klasse. Die Mannschaft aus Essen Werden flösste den Unnaer Spielern schon gehörig Respekt ein, zumal das Werdener Team mit sehr guten jungen Talenten aufwarten konnte. So spielt in Werden zum Beispiel am ersten Brett der erst 15-jährige Colin Goldkuhle, der bereits mehrfach in seinen Altersklassen bei der Deutschen Meisterschaft teilnahm. Doch zunächst hatten die Unnaer mit 70 Minuten Anreise schon gleich in der ersten Runde ihr weitestes Auswärtsspiel zu bestreiten.
„Time Lag“ beim Start in Werden?!
Der Start war für Unna mehr als holprig. Wolfgang Wittig setze auf das Schottische Gambit und wählte eine Variante, die in Schachkreisen schon längst als widerlegt gilt. So stand er relativ schnell vor dem Aus und musste aufgeben. Da zeigte sich das sicher gute Training der Essener Jugend! Aber auch Dominik Humpert, der schon einen deutlichen Vorteil hatte, machte einen Lapsus und stellte eine Figur ein. Als dann auch noch das Unnaer Jungtalent Elias Le eine Qualität einbüßte, führte Essen bereits 3:0. Ein Desaster schien sich anzubahnen. War die weite Anreise Schuld an einem „TimeLag“ der Spieler (man vergesse nicht, dass in Unna auch parallel an diesem Wochenende das Stadtfest vonstatten ging…)? Nein, die Frage ist nicht ganz ernsthaft gestellt 😉
Die Aufholjagd beginnt
Frank Kleinegger konnte am zweiten Brett beweisen, dass auch Routine und Erfahrung ein nicht zu unterschätzender Faktor im Spiel ist. Er verkürzte auf 3:1, und auch Jürgen Flotow, der nach fast fünf Jahren erstmals wieder aktiv spielte, bewies, dass er das Schachspielen noch nicht verlernt hatte. Er spielte ein Remis heraus, auch wenn er gerne in seinem Debüt für Unna einen ganzen Punkt beigetragen hätte. Axel Franck hatte seinen leichten Stellungsnachteil ab dem neunten Zug innerhalb von fünf weiteren Zügen egalisiert. Auch wenn sein Stellungsspiel auf den ersten Blick nichts Gutes vermuten ließ, verwandelte er dann langsam Zug um Zug seine Stellung in einen größeren Vorteil. Am Schluss unterlief der Gegnerin dann och zusätzlich ein Fehler, der den Vorteil dann deutlicher machte, so dass sie drei Züge vor dem Matt aufgab.
Thomas und Sascha versuchen das Unmögliche
Thomas Rumpf und Sascha Krämer mussten nun in ihren beiden Partien mindestens einen Sieg und ein Remis herausholen, um wenigstens die Mannschaftsniederlage zu verhindern. Doch beide Partien deuteten eher auf eine Niederlage hin. Insbesondere Thomas hatte einen schweren Stand, nachdem er ebenfalls schon die Qualität eingebüßt hatte. Doch nachdem dann Sascha Stehvermögen bewies und Remis spielte, konnte auch Thomas, der ebenfalls hart gekämpft hatte, einen halben Punkt einfahren. Damit war die Niederlage der Mannschaft zwar besiegelt, aber mit 4,5:3,5 doch ganz knapp ausgefallen. An einem anderen Tag wäre Essen Werden durchaus schlagbar gewesen. Die Niederlage hat das Team daher nicht entmutigt, sondern ihm gezeigt, dass in dieser Saison durchaus auch noch ein paar Siege und der damit verbundene Klassenerhalt realistisch sind!







2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Ihr habt euch tapfer geschlagen !
wir haben zumindest gekämpft bis zum Schluss! 😉