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Aktuelle Artikel:



Unna's Schachlegende ruht in Frieden




Erinnerungen an Günter Abromeit

Es war im Mai 1970, als ich Günter das erste Mal begegnete. Er war von Dortmund nach Unna gezogen und ich von Arnsberg nach Holzwickede. In der legendären Kneipe Nattkämper spielten im Hinterzimmer diejenigen, die vom einst spielstarken Schachverein Unna übriggeblieben waren. Der Verein war vom Spielbetrieb durch den Spielleiter, Rolf Balduhn, mit den Worten “ Der Verein ist tot“ abgemeldet worden. Vor diesem Hintergrund hatte Günter beschlossen, zukünftig in Unna Schach spielen zu wollen. Das war zweifellos ein ehrgeiziges Vorhaben.

Aber Günter schaffte es, die Verbliebenen zu motivieren und einige, die sich vom Schach schon zurückgezogen hatten, zu reaktivieren. Damit war zunächst der Grundstein für die Meldung einer Mannschaft in der untersten Liga gelegt. Parallel dazu begann dann das, was später das Wunder von Unna oder auch Phönix aus der Asche genannt werden sollte. Günter startete an den Unnaer Gymnasien eine Werbekampagne für Kinder und Jugendliche. Das war mit einem starken Zulauf an Interessenten verbunden, die Günter alle selbst unterrichtete. Mit einer unglaublichen Ausdauer, aber auch mit einem Instinkt dafür, wie im Einzelfall der Ehrgeiz geweckt werden konnte, schaffte er es, einen spielstarken Nachwuchs heranzubilden. Natürlich war auch Günters Geduld nicht unendlich und so sorgte der eine oder andere Wutausbruch von ihm schon mal für Ruhe und Respekt. Der größte Erfolg der Jugendarbeit war die zweimalige deutsche Vize-Mannschaftsmeisterschaft, die nur mit Spielern aus Unna erreicht wurde. Der damalige deutsche Meister, Bochum 31, hatte seine Spieler im gesamten Ruhrgebiet „zusammengekauft“. Auch der Aufstieg im Jahr1980 von der Regionalliga in die damals dritthöchste Spielklasse, der NRW-Liga, war nur mit diesem Nachwuchs möglich. Diese enorme Leistung war auch durch eine Verzahnung des Privatlebens von Günter mit der Schachszene beeinflußt. Für Schach ließ Günter alles stehen und liegen und er hatte das Glück, dass seine Frau Brigitte das alles mittrug. An Gastfreundlichkeit waren beide nicht zu überbieten.

Mit Günter haben wir einen begeisterten Schachspieler verloren, dem der Verein viel zu verdanken hat. Wir werden sicher noch oft an ihn denken und ihn somit nicht vergessen.



Autor: Walter Irländer



Jugendmeisterschaft der U20




Am 14. Januar hat unser U20 Jugendmannschaft ihr letztes Spiel in Rühnern erfolgreich mit 4: 0 gegen SVHamm1 gespielt und damit den Titel der Bezirksjugendmannschaftsmeisterschaft eingeheimst. Raimund hat wie immer, vielen Dank für deinen Einsatz, Lando, Luke, Mattis, Pascal und Sven nach Hamm gefahren, dort siegte Svenn wg nicht antretens gefolgt im Spiel von Mattis Pascal und Lando. Unna 1 siegte in den fünf Runden mit 53 Brettpunkten gefolgt von SV Hamm 1, SV Ahlen1, SVAhlen2, SV Bönnen2 und last not least SV Hamm2 Herzlichen Glückwunsch



Autor: Ralf Korten



Unna erfolgreich beim Soester Open


Beim Soester Open stellte unser Verein mit 7 Teilnehmern direkt nach dem Gastgebern dem SV Soest (8 Teilnehmer) die größte Mannschaft.
An 3 Tagen über 5 Runden spielen die 49 Spielern/innen  mit einem DWZ Schnitt von 1500, sowohl den Stadtmeister, als auch den besten Spieler aus.
Peter und ich haben sehr viel Erfahrung gewonnen :-))) Josua und Raimund erreichten jeweils 1,5 ,Luis und Pascal sogar jeweils 2 Punkte.
Den alleinigen ersten Platz im Open holte sich hingegen Lando mit 4,5 Punkten. Herzlichen Glückwunsch zum ersten gewonnenen Open!
Auch wenn unser Trainer Jan nicht mitspielen konnte, nahm er sich mehr als einmal die Zeit um vorbeizuschauen, sich unsere Partien Live anzusehen und sie hinterher oftmals noch zu analysieren.



Autor: Ralf Korten



Erneut knapper Verlust gegen Favoriten


Am Sonntag spielte die erste Mannschaft des SV Unna zu Hause gegen Rot-Weiß Altenessen 1. Leider war Unna erneut ersatzgeschwächt, während der Gegner vollständig antrat.
In einem spannenden Match über fünfeinhalb Stunden zeigten die Unnaer, dass sie grundsätzlich in der Verbandsklasse mithalten können.
Kirsten Solberg (Brett 3) und Walter Irländer (Brett 4) spielten saubere Partien und besiegten ihre nominell stärkeren Gegner überzeugend.
Am 2. Brett übersah Frank Grube eine taktische Möglichkeit seines Gegners, der Unnaer verlor Material und musste die Partie zügig verloren geben.
Auch der Unnaeraner Dennis Reininghaus hatte an diesem Tage kein Glück. In einer positionell schlechteren Stellung verlor er einen Bauern und konnte die Stellung nicht halten.
An Brett 1 (Lando Korten), 6 (Sevastianos Langaditis) und 7 (Volker Watzlawek) liefen die Partien auf ganz ausgeglichene Stellungen hinaus und gingen dann auch remis aus.
Am 8. Brett verteidigte der Ersatzmann Jonas Bertschik zäh, doch der Gegner stand deutlich überlegen und brachte die Partie zum Sieg für RW Altenessen.
Endstand wieder einmal 3,5:4,5.



Autor: Kirsten Solberg



Unna I verliert in der Verbandsklasse nur knapp gegen Gruppenfavoriten Mülheim Nord IV


SV Unna 1 gegen Mülheim Nord 4: Fast das kleine Wunder für die Aufsteiger vom SV Unna 24.

Nach zwei Kurzremisen an Brett 1 und 2 durch Frank Grube und Kirsten Solberg, war der Spielausgang lange Zeit völlig offen.
Walter Irländer am 4. Brett gab die Partie gegen seine zäh verteidigende Gegnerin schließlich auch Remis. Am 5. Brett überspielte Robin Eichhorn seine junge Gegnerin klar und gewann im Endspiel.
An den Brettern 7 und 8 mussten sich Volker Watzlaweg und Ersatzmann Sven Schweda ihren klar überlegenen Gegnern geschlagen geben. Währenddessen sahen die Partien für Unna an Brett 1 und 5 sehr vielversprechend aus.
Dennis Reininghaus am 5. Brett geriet in seiner klar vorteilhaften Partie durch Zeitnot ins Hintertreffen, fand aber noch eine glückliche Remisabwicklung.
Das Unnaer Nachwuchstalent Lando Korten fand in seiner knapp sechs Stunden dauernden Partie leider den Gewinnweg nicht. Sein Gegner entwandt sich schließlich und wickelte in ein klar ausgeglichenes Endspiel ab, so dass Lando die Partie schließlich Remis gab.

SV Unna 1 verlor knapp 3,5 zu 4,5 gegen den Gruppenfavoriten der SVR-Verbandsklasse Gruppe 1. Zuvor wären wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden gewesen. Jedoch war in dieser Partie alles drin, auch ein Sieg, mindestens aber ein Unentschieden.



Autor: Kirsten Solberg



Lando Korten bei der Verbandsjugendeinzelmeisterschaft


Bilder der VJEM 2015

SVR U18

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 7. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Punkte PktSum
1. Stemmler,Fabian 1860 ** 1 1 0 1 ½   1 1       5.5 20.0
2. Stricker,Florian 2013 0 ** ½ 1 1 1 1   ½       5.0 21.5
3. Fistoul,Boris 1807 0 ½ ** 1   1 ½ 1 1       5.0 19.0
4. Gerlach,Felix Tob 1627 1 0 0 **       1 ½ 1 1   4.5 19.0
5. Kantor,Nikita 1657 0 0     ** ½ 1     ½ 1 1 4.0 15.0
6. Korten,Lando 1785 ½ 0 0   ½ **   1     1 1 4.0 14.5
7. Walker,Julia 1755   0 ½   0   ** 0   ½ 1 1 3.0 13.5
8. Thiemann,Marc 1617 0   0 0   0 1 **   1   1 3.0 13.0
9. Wastian,Jan 1765 0 ½ 0 ½         ** ½ ½ 1 3.0 12.5
10. Marvani,Arman 1483       0 ½   ½ 0 ½ ** 1 0 2.5 9.5
11. Späh,Jan Lukas 1550       0 0 0 0   ½ 0 ** 1 1.5 5.5
12. Braun,Joshua 1255         0 0 0 0 0 1 0 ** 1.0 5.0

SVR U18

Rangliste:  Stand nach der 7. Runde 
Rang Teilnehmer Titel TWZ At Verein/Ort Land S R V Punkte PktSu Buchh
1. Stemmler,Fabian   1860   SF Brackel GER 5 1 1 5.5 20.0 25.5
2. Stricker,Florian   2013   SG Bochum GER 4 2 1 5.0 21.5 26.0
3. Fistoul,Boris   1807   SG Bochum GER 4 2 1 5.0 19.0 25.0
4. Gerlach,Felix Tob   1627   Recklinghäuser  GER 4 1 2 4.5 19.0 24.0
5. Kantor,Nikita   1657   SF Brackel GER 3 2 2 4.0 15.0 21.5
6. Korten,Lando   1785   SV Unna GER 3 2 2 4.0 14.5 24.0
7. Walker,Julia   1755 W SV Horst-Emsche GER 2 2 3 3.0 13.5 21.0
8. Thiemann,Marc   1617   SF Brackel GER 3 0 4 3.0 13.0 24.5
9. Wastian,Jan   1765   SF Brackel GER 1 4 2 3.0 12.5 24.0
10. Marvani,Arman   1483   SF Katernberg GER 1 3 3 2.5 9.5 19.0
11. Späh,Jan Lukas   1550   SV Kamen GER 1 1 5 1.5 5.5 21.0
12. Braun,Joshua   1255   Weiße Dame Borb GER 1 0 6 1.0 5.0 19.5





Frank Grube deutscher Vizemeister der Förderschullehrer


In diesem Jahr fand in Erfurt die deutsche Lehrermeisterschaft im Schach statt. Insgesamt waren das 2 unglaublich stark besetzte Turniere. Viele Spieler, die in der Bundesliga spielen oder spielten, waren am Start. Titelträger wie Fidemeister, Internationale Meister und ich mittendrin. Als ich die Teilnehmerliste sah, dachte ich "Ohh sch....., sind die gut". Aber das Unglaublichstes war, ich konnte mithalten. Beim Blitzen war ich eine Runde vor Schluss auf Platz 5, verlor die letzte Runde unnötig und war nach Punkten dann 7ter und nach Feinwertung 9ter und bester Förderschullehrer. Leider gab es beim Blitzen den Titel nicht offiziell. Am Samstag stand dann Schnellschach auf dem Programm. Durch eine Abstimmung wurde das Turnier von 7 auf 9 Runden erweitert, was sich am Ende für mich als unglücklich zeigen sollte. Bei dem Turnier dachte ich, wenn ich 50% hole, ist das schon ein grandioses Ergebnis, da das Turnier noch stärker besetzt war als das am Vortag. Völlig überraschend lief es super und ich konnte schon nach 7 Runden mein Ziel von 50% als erreicht abhaken. Normal wäre nun Schluss gewesen und ich wäre deutscher Lehrermeister der Förderschulen gewesen. Dann kam Runde 8 und ich konnte gegen meinen nominell besseren direkten Konkurrenten (Oberligaspieler) um den Titel etwas glücklich gewinnen. Nun war ich plötzlich gesamt auf Platz 5. Ich rieb mir selber erst mal die Augen. Dann noch einen Punkt Vorsprung vor Platz 2 in der Förderschulwertung. In der letzten Runde traf ich auf einen Internationalen Meister und Europacup-Teilnehmer und musste mich geschlagen geben. Mein Konkurrent gewann. Somit waren wir punktgleich. Bitter war nun, dass die Feinwertung ihn wieder vor mich platzierte. Aber zumindest bin ich nun Deutscher Vizemeister der Förderschullehrer und gesamt 15ter bei dem starken Feld.

Links zu den Ergebnissen der Lehrermeisterschaft:
http://www.deutsche-schachjugend.de/2015/lehrer-blitz/spieler/19/
http://www.deutsche-schachjugend.de/2015/lehrer-meister/spieler/25/

Link zum Kanditatentrunier zur Fernschach WM
https://www.iccf.com/event?id=52061


Autor: Frank Grube



Simultanveranstaltung mit Elisabeth Pähtz



simultan

Heute, am 15.11.2014 lud der SV Bönen zum Simultan-Wettkampf mit IM + WGM Elisabeth Pähtz ein.
Mehr als 30 Teilnehmer kämpten simultan gegen Elisabeth Pähtz mit Ihrer DWZ in Höhe von 2470, von unserem Verein waren als Teilnehmer Lando. Linus, Reimund und ich dabei.
Ein Sieg war leider ebensowenig wie ein Remis nach 3,5 Std erreichbar, aber dabei sein ist alles und es war für uns alle, die erste große Simultan Veranstalltung.
Am Ende des Spieltages konnten immerhin 3 Remisen durch die Bönener Spieler erziehlt werden.

Foto: Elisabeth Pähtz zieht gegen Lando


Autor: Ralf Korten



Geldpreis - SV Unna erhällt 1000€ von Sparkasse Unna/Kamen



erste

Unser Verein hat beim Vereinsprojekt "Unsere Zukunft" den 3. Platz erreicht und damit einen Geldpreis in Höhe von €1000 von der Sparkasse Unna/Kamen erhalten.

Mithilfe dieser Spende werden wir einen Beamer anschaffen und das Training professioneller gestalten.

Vielen Dank an die Sparkasse Unna/Kamen für Ihre Unterstützung.



Autor: Ralf Korten



Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft 2014



erste

Wir waren bei der BBMM 2014 in Hamm! (Bericht folgt noch)



Autor: Dennis Reininghaus



Saisonstart - Mannschaftsmeisterschaften,Training, Vereinsmeisterschaft u.v.m. !!


Nachdem bereits am 24.08.2014 das Vereinsduell in der Kreisklasse zwischen Unna III und Unna IV stattfand (Ergebnis: 4-1) gelang am vorrangegangenen Sonntag der zweiten Mannschaft ein 4,5 - 2,5 gegen die Zweite der SG Caissa Hamm II.
Für die Erste geht es erst am 21.09. zum SC Listiger Bauer Essen 1 zum ersten Spiel in der Verbandsklasse.

Desweiteren ist zu berichten, dass es wieder Training für den SV Unna gibt.
WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky vom SV Hemer hat sich bereiterklärt beim SV Unna Trainingseinheiten zu geben.
Diese finden an ausgewählten Terminen zwischen 19.30 Uhr und 21.00 Uhr in den Vereinsräumen statt.
Weitere Infos hierzu findet ihr hier: Infos zum Training

Auch die Vereinsmeisterschaft findet ein weiteres Mal statt:
In einem Rundensystem, wo Jeder gegen Jeden spielen wird, werden die motivierten Teilnehmer erneut um die Krone spielen.
Weitere Infos zur Vereinsmeisterschaft findet ihr hier: Infos zur VM
Mein Dank geht an dieser Stelle an Trixi Korten, die mir geholfen hat die Ausschreibung zu erstellen.

Zu guter Letzt möchte ich den schönen Grillabend am Freitag, den 29.08.2014 erwähnen.
Bei Bier und Bratwurst saß man viele Stunden beisammen und verbrachte die Zeit nicht nur mit reden, sondern auch mit ein paar Blitz- und Tandempartien. Das Wetter war uns wohlgesonnen, so das wir es uns auf der Terrasse gemütlich machen konnten.
Danke an Alle, die sich beim Grillen beteiligt haben!




Autor: Dennis Reininghaus



Lando Korten wird Vereinsmeister 2014



erste

"Du musst Deinen Gegner in einen tiefen dunklen Wald führen wo 2+2=5 ist und wo der Weg, der wieder hinausführt, nur breit genug für einen ist."
--WM Michail Tal

Diesen Freitag war es so weit. Lando gegen Frank. Das Finale der offenen Vereinsmeisterschaft 2014. Und eine Situation die sonst noch nie da gewesen war, denn Frank lag mit 9,5/10 Punkten einen halben Punkt hinter meinen teils glücklichen 10/10. Mir reichte also ein Remis zum Gesamtsieg im Turnier, aber da ich gegen Frank spielte schien dies in weiter Ferne zu liegen. Dennis half mir bei der ca. 6 wöchigen Vorbereitung in der wir uns darauf konzentrierten Franks Vorbereitung zu umgehen indem wir den Grand Prix Angriff vorbereiteten. Nachträglich erwies sich das als gute Wahl ,da Frank auf mein normales 1. d4 das Wolga-Gambit vorbereitet hatte.

Als wir gegen 18.45 an der Lindenbrauerei ankamen begann der Abend mit einem Schock - anscheinend hat jemand das Schloss unseres normalen Spielraumes ausgetauscht, sodass uns der Zugang verwehrt blieb. Glücklicherweise hatte Frank einen Schlüssel für den etwas kleineren Nebenraum dabei, der sich aber als ausreichend groß für diesen Abend erwies. Bevor dann die Partie begann - es war ziemlich warm in dem Raum - ging ich zu der Dachfenster-Front um wenigstens eines zu öffnen, entschied dann aber auf Grund der Lautstärke von draußen stattfindenden Bauarbeiten es lieber nicht zu öffnen. Die Partie begann ohne große Überraschungen, denn ich schaffte es meine Vorbereitung aufs Brett zu bringen und erreichte eine solide Stellung. Nach 20 Zügen hatten wir beide noch ca. 40 Minuten auf der Uhr und Frank entschied sich die Stellung zu öffnen in der Hoffnung, dass er die entstehenden Komplikationen und offenen Linien besser ausnutzen kann als ich. Einige Züge später zeichnete sich das Remis immer deutlicher ab - wir hatten mittlerweile auch noch die Springer vom Brett getauscht - und Frank strapazierte meine Nerven die nächsten 20 Züge lang mit Finten, immer auf der Suche nach einem Fehler von mir. Langsam wurde die Bedenkzeit knapp, sie lag bei ca. 15 Minuten. Während die Bedenkzeit wieder einmal auf Franks Seite am Schrumpfen war, ging ich raus und bat Dennis darum in ca. 3 Minuten mit dem Aufschreiben der Züge anzufangen. Dennis betrat mit mir den Raum und sagte dann :„ Ich fange an extern aufzuschreiben, wenn einer von euch noch 5 Minuten hat." Das ist eigentlich legitim, denn normalerweise hört man als Spieler immer erst bei einem Restzeitvorrat von ca. 5 Minuten mit dem Schreiben auf, aber wenn man gegen Frank Grube eine solide Stellung erreicht und nur noch 15 Minuten Restzeit hat wird man nunmal schnell panisch. Doch als Frank einen Spieß übersah fiel alle Anspannung vor mir, denn nun hatte ich einen Turm und einen Bauern für bloß einen Läufer. Gut, den Bauern vorlor ich kurz darauf dennoch war das materielle Übergweicht groß genug, sodass ich Remis anbot, welches Frank still ablehnte. (Es macht keinen Unterschied ob Frank verliert oder remisiert, er ist dann garantiert nicht Erster!) In den nächsten zehn Zügne bot ich immer wieder einen Damentausch an, den Frank jedesmal ablehnte, in dem Wissen, dass die danach entstandende Stellung einfach Remis zu halten sei. Während dieser letzten Züge wurde es im Raum immer wärmer ..... Endlich schaffte ich es die Damen zu tauschen und in ein Remisendspiel abzuwickeln (zumindest bei der kurzen nachträglichen Analyse konnten wir keinen forcierten Gewinn finden). Die Bedenkzeit wurde immer knapper, mittlerweile schrieb Dennis die Züge für uns auf, damit wir uns auf die Stellung konzentrieren konnten und glücklicherweise hatte jemand das Problem für die Wärme gefunden - die Heizung war die ganze Zeit an gewesen - und öffnete ein Paar Fenster und die Tür. Mit noch 90 Sekunden auf der Uhr verschwanden auch die Türme vom Brett und wir schoben unsere Könige zu dem Bauernpaar auf dem Damenflügel, denn die insgesamt 4 Bauern auf dem Königsflügel waren festgelegt. Bei den Bauern angekommen realisierte Frank was wir beide vorher berechnet hatten. Nach einer 1 minütigen Auf-das-Brett-starren Phase beiderseits gab Frank mir die Hand.

Die verbliebenen Zuschauer wollten Frank zum Remis gratulierten worauf dieser „Warum?" antwortete. Ihnen war nicht aufgefallen, dass Frank im Zugzwang war und einen Bauern lassen musste, was letzten Endes zu einem Gewinn der restlichen Bauern und einem leicht gewonnenen Endspiel geführt hätte. Innerlich freute ich mich total, von außen muss es so ausgesehen habe als könne ich das alles nicht glauben, denn die erste Frage war „Freust du dich nicht?" Als Antwort drauf lächelte ich einfach nur.

Wir bauten die Figuren auf, Frank zog sich die Jacke an und gab im Stehen noch einige Kommentare zur bereits laufenden Partieanalyse, die aber - genauso wie die ganze Analyse - eher Formsache waren.


Autor: Lando Korten



Unna I dreht noch einmal auf



erste

Die erste Mannschaft des SV Unna spielte heute die letzte Runde in der Bezirksliga des Schachbezirks Hamm. Unna, vor der Runde auf dem 2. Tabellenplatz und bereits sicher auf dem Relegationsplatz für die Aufstiegsspiele, trat gegen den Tabellenersten Caissa Hamm an. Nur 2 Mannschaftspunkte hinter Caissa, aber nach Brettpunkten vorne, reichte Unna ein knapper Sieg. Und die Unneraner hatten den Willen und den Biss. Bestens vorbereitet traf man auf die Gegner, die dem Namen nach eigentlich unter dem Schutz der Schachgöttin Caissa hätten stehen müssen. Walter Irländer an Brett 4 ließ seinen Gegner in einer vorbereiteten Eröffnungsvariante nicht gut aussehen und überspielte ihn bald – 1:0 für Unna. Es folgten zwei Remise durch Lando Korten an Brett 7 und Jens Philipps an Brett 8 – 2:1. Die Unneraner standen an allen Brettern ausgeglichen bis überlegen. Schließlich konnte Kirsten Solberg an Brett 3 ihren Materialvorteil ausnutzen und Dennis Reininghaus an Brett 6 konnte entscheidenden Materialvorteil erlangen, was sein Gegner sich dann nicht mehr zeigen lassen wollte – 4:1. Am 1. Brett hatte Frank Grube eine stark überlegene aber verwickelte Stellung. Er bot seinem Gegner deshalb das Remis zum Mannschaftsgewinn an und dieser konnte nicht ablehnen. Beim Stand 4,5:1,5 verloren Frank Kirsch an Brett 2 und Sevastianos Langaditis ihre Partien, in denen sie auch lange besser gestanden hatten. Endstand 4,5:3,5 und Unna steigt in die Verbandsklasse des Schachverbands Ruhrgebiet auf.


Autor: Kirsten Solberg



"Kultur Rucksack" in Unna!


Am 17.04 haben wir im ZIP bei der Veranstaltung "Kultur Rucksack" Tische aufgebaut und unseren Verein, den "SV Unna", dort vorgestellt. Wir haben Schachbücher, Zeitschriften, Demo-Brett, ein Schachbrett, Laptop usw. dort aufgebaut und Flyer verteilt. Viele Leute wissen nicht, dass es in Unna einen Schachverein gibt, somit haben wir mit einem Streich den SV Unna bekannter gemacht, und den Leuten das Schachspiel näher gebracht. Auch mit den Leuten von der Zeitung haben wir gesprochen und hoffen, dass sich das Alles insgesamt positiv auf den Verein und die Mitgliederzahl auswirkt. Es sollte erwähnt werden , dass Johanna Wilken, Eckhard Hoffmann, Luis D Addetta, Raimund Burosch und Walter Irländer geholfen, haben aufzubauen und den Verein vor Ort vertreten haben.


Autor: Joachim Seibert



BJEM: Bezirksjugendeinzelmeisterschaft beendet!



bjem2014

Da hat es am Ende doch noch mal für die Lipske Brüder gereicht.
Pascal Stawinoga, Newcomer und die Überraschung des Turniers, aber auch Markus Rau griffen nach der Krone.
Rau hatte Tim Lipske im direkten Vergleich besiegt, hielt gegen Pascal Remis, verlor aber in der sechsten Runde gegen Fabian.
Fabian konnte als U10 Spieler punktgleich vor seinen Bruder Tim das Turnier gewinnen. Damit blieben die Titel in Ahlen und Unna.
Pascal hat neben seinen 4 Siegen und 2 Remis nur 1 Partie verloren.

Herzlichen Glückwunsch


Autor: Ralf Korten



BJEM: Bezirksjugendeinzelmeisterschaft gestartet! 16.11.2013


An dem ersten Termin der Bezirksjugendeinzelmeisterschaft, welche in Hamm Werries ausgetragen wurde, hatten Josua + Pascal in der U12, Linus & Luis in der U14 und Lando in der U16 teilgenommen,begleitet wurden unsere Spieler von unserem
Jugendtrainer Raimund.

In der U12 werden 2 Partien gespielt, welche Pascal recht locker gewonnen hatte, während Josua die Erste verloren, dafür aber die zweite Partie mit Glück gewinnen konnte.

In der U14 verloren leider sowohl Linus, als auch Luis ihre Partie.

Zwischendurch schaute Frank Grube vorbei, der zuvor in Werl einen kurzen Lauf eingelegt hatte ;-).
Lando gewann sein Duell, wie er sagt mit Berechnung, während wir Zuschauer mit Glück sagen würden.

Obendrein gab es einen neuen Teilnehmerrekord bei der BJEM.


Autor: Ralf Korten



Frank & Kirsten in New York, 29.Oktober - 06.November 2013:


Vom 29.10.-6.11.2013 waren wir zum Marathon in New York und wollten in dieser Zeit auch das Grab des ehemaligen deutschen Schachweltmeisters Lasker besuchen, was genauso schwierig war, wie alle seine Züge zu verstehen. Der erste Anlauf ging schief, obwohl wir von 2011 (der erste Versuch) wussten, auf welchem Friedhof das Grab zu finden war. Leider standen wir damals vor verschlossenem Tor, da der Friedhof um 16 Uhr schloss. Nun mussten wir den genauen Ort auf dem Beth Olom Friedhof in Queens finden. Die Verwaltung vor Ort war nett, konnte uns aber nicht helfen, da es keinen Plan gäbe. Also nutzten wir nun Bilder, die wir im Netz gefunden haben, um uns zu orientieren. Wir mussten systematisch die Reihen absuchen, bis wir es endlich fanden.


Schach in Marshall Chess Club:

Am Freitag abend besuchten wir den Schachverein Marshall Chess Club in dem Reuben Fine schon Vereinsmeister war. Frank Marshall hat den Verein 1915 gegründet. Dort fand ein Blitzturnier statt, an dem wir teilnahmen.

Das Teilnehmerfeld war extrem stark, nur 2 waren unter 2000. Gespielt wurden 10 Runden, jeder gegen jeden, und jeder suchte sich dann selber einen Gegner, mit dem er noch nicht gespielt hatte. Es war sogar ein Teilnehmer dabei, der vor 30 Jahren Ex-Weltmeister Fischer besiegt hatte.


(160724) Hoffmann,Asa - Fischer,Robert James [C52] New York blitz New York, 1963 This game is taken from the book "Chess Gladiator", International Chess Enterprise, 1996, edited by Yasser Seirawan.

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.b4 Lxb4 5.c3 La5 6.d4 exd4 7.0–0 dxc3 8.Db3 Df6 9.e5 Dg6 10.Sxc3 Sge7 11.La3 0–0 12.Tad1 Te8 13.Se4 h6 14.Sg3 Lb6 15.Sh4 Dg5 16.Lxf7+ Kf8 17.Sg6+ 1–0


Kirsten gewann sogar den Preis unter 2000.


Autor: Frank Grube



NY02 NY15

Weitere Bilder in der Bildergalerie!



Bezirks-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft am Do,03.10.2013:


An einem wunderschönen Herbsttag begann die diesjährige BBMM in Hamm Pelkum mit der mannschaftsinternen Aufstellung.

Zuerst gingen wir von der logischen Rangfolge 1. Frank, 2. Kirsten, 3. Lando, 4. Raimund, aus. Frank war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht anwesend. Nach einem Gespräch mit Kirsten, in dem ich aus Spaß sagte, dass ich am liebsten am 1. Brett spielen wolle, verschwand sie plötzlich.

5 Minuten später sah ich sie wieder und fragte natürlich, wo sie gewesen sei und sie antwortete, dass sie die Aufstellung mit mir am ersten Brett angemeldet hat! Ich dachte natürlich, sie würde scherzen.

Wie ich irrte! Also legte ich dazu auch kein Veto ein.

Einige Warm - up – Blitzpartien später, mal gegen Raimund, mal gegen Simon Wefers, tauchte Frank noch rechtzeitig auf. Er war mit dem Fahrrad von Münster gekommen und bald darauf richtete Sebastian einige nette Willkommensworte an die anwesenden Spieler.

Und schon begann auch die erste Runde. Ich setzte mich an den, wie ich annahm, mir angedachten Platz am 3. Brett. Plötzlich stand Kirsten hinter mir mit den Worten „Ich sitze hier.“ Darauf erklärte sie mir, dass ich wirklich am 1. Brett spielen sollte!

Ich fiel aus allen Wolken, dachte bei mir aber, viele Punkte hätte ich auch an Brett 3 nicht geholt...

Während ich also an Brett 1 saß und von meinem Gegner in Grund und Boden gestampft wurde, passierte dies zeitgleich auch an allen anderen Brettern unserer Mannschaft. Hoffentlich nur ein kleiner Ausrutscher am Anfang! Doch nach dieser ersten absolut demoralisierenden Niederlage gegen KS Hamm 1, wurden wir in der 2. Runde wiederum zerschmettert!

Als wir dann die bärenstarken Ahlener vor uns hatten, dachte keiner an die kleinste Chance, doch es sollte eines der ersten BBMM - Überraschungen werden, denn ich schaffte es, nach einem Einsteller von Karl - Heinz und einem schwierigen Endspiel gegen Karl -Heinz Volesky, zu gewinnen. Damit war ein wichtiges Unentschieden für Unna gesichert und der Knoten war geplatzt.

Eine ganz ähnliche Überraschung geschah, als wir gegen Kamen 1 spielten, mit dem „Schach – Papst“ Heinz Georg als meinen Kontrahenten. Nach ca. 20 Zügen stand ich mit dem Rücken zur Wand. Jedoch nach einem intuitiv gespielten Opfer, saßen wir uns gegenüber und schauten uns erstmal ungefähr eine Minute ganz ruhig die Stellung auf dem Brett an. Auf einmal sagte Heinz Georg: „Das funktioniert ... Das funktioniert sogar sehr gut!“ Es war für mich ein unbeschreiblicher Moment, als ich dann nach einer 3 – zügigen, forcierten Zugfolge tatsächlich seine Dame für meinen Turm in der Hand hatte. Einige Züge später lief seine Zeit ab und ich hatte den zweiten überregionalen Schachtitanen besiegt.

Raimund grinste nur noch und war selig über seine und unsere Siege. Es war ein wirklich schöner Herbsttag und wir gaben, beflügelt durch die ersten Siege, wirklich alles. So kam es zu einem durchaus guten Ergebnis für uns als Delegation des SV Unna.

Zu erwähnen ist noch, dass unsere Mannschaft als Mannschaft mit den niedrigsten DWZ–Punkten, auch überraschenderweise, noch einen Rankingpreis erhielt.

Einzelergebnisse:

1. Brett: Lando Korten (8/15 Pkt)
2. Brett: Frank Grube (8/15 Pkt)
3. Brett: Kirsten Solberg (6.5/15)
4. Brett: Raimund Burosch (7/15 Pkt)


Autor: Lando Korten



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